Energie

«Die Photovoltaik-Welle wird auch die Schweiz überrollen»

Robert Kröni, Geschäftsführer der im Zürcher Technopark angesiedelten edisun AG, ist überzeugt, dass seine Branche einen ganz wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Energieversorgung leisten wird. In einem Interview mit der NZZ sagt er:

«Die Photovoltaik-Welle wird auch die Schweiz überrollen. In der Schweiz wird man künftig die Möglichkeit haben, eine Anlage aufs Hausdach zu bauen und zum gleichen Preis Strom zu produzieren, wie man ihn sonst von einem AKW kaufen müsste.»

In den kommenden fünfzehn Jahren würden auch in der Schweiz so viele Solaranlagen gebaut, dass mehrere Kraftwerke ersetzt werden könnten. Investitionen in neue AKW seien, so Kröni, deshalb unnötig und hochriskant.

Industrie und Gewerbe sagen «Ja» zur Nachhaltigkeitsvorlage

«Energieeffizienz und Innovationen bilden die Formeln für die Märkte von morgen»

Mit diesen Worten forderte Robert E. Gubler, Präsident des Gewerbeverbandes des Kantons Zürich in der Augustausgabe der verbandseigenen Zeitung (PDF, S. 3) die KMU auf, die Herausforderungen der Energieversorgung als Chance zu nutzen und sich in diesen Märkten zu positionieren.

Seltsam nur, dass der Gewerbeverband trotz dieser Einsicht gegen die breit abgestützte Nachhaltigkeitsvorlage der Stadt Zürich antritt. Denn es gibt sie längst, die Gewerbe- und Industriebetriebe, welche aufzeigen, dass nur mit erneuerbaren Energien und Energieeffizienz die Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann.

Immer mehr von ihnen engagieren sich auf Initiative der Grünen UnternehmerInnen aktiv für ein «Ja» zur Nachhaltigkeitsvorlage. Folgende Personen machen aktuell an der Inseratekampagne «Ja zur Nachhaltigkeit mit».

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Solarline AGArchitekturbüroARENA EnergieWindcraft AG
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Karl
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Dietrich
Schwarz
Jürg
Hartmann
Energiebüro AGArchitekturbüroGlassx AGElosolar AG


Weitere Industrie- und GewerbevertreterInnen sind selbstredend hoch willkommen. Einfach hier anmelden.

Bundesrätliches Aus für besonders stromfressende Geräte

Geräte, die unnötig viel Strom fressen, sollen bis Ende 2011 aus den Schweizer Läden verschwinden, dies kündigte das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) heute an (NZZ). Bei einer angenommenen Gebrauchsdauer von zehn Jahren lassen sich so 300 Millionen Kilowattstunden einsparen.

Zusätzlich sollen Vorschriften für Geräte mit Standby-Modus jährlich 60 Millionen Kilowattstunden an Einsparungen bringen. Weitere Sparvorschriften sind für Kompressoren- und Pumpenmotoren geplant. (Eine Massnahmenübersicht pro Gerätetyp ist
hier zu finden.)

Eine weitere Massnahme schlagen Konsumenten- und Umweltschutzorganisationen vor (
NZZ): Ein neues Tarifsystem, welches sparsame Stromkonsumenten belohnt. Erreicht werden soll dies mit dem Verzicht auf Grundgebühren und einem progressiven Bezugstarif.

Ein klares «Ja» zum Gegenvorschlag zur «Umweltschutz konkret»-Initiative

In der Stadt Zürich haben der Gemeinderat und der Stadtrat einen Gegenvorschlag zur grünen Initiative «Umweltschutz konkret» ausgearbeitet. Kernpunkte des Gegenvorschlags sind

• das Ziel, bis 2050 den den CO2-Ausstoss pro Person von heute 6 auf 1
   Tonne und den Energieverbrauch von 6000 auf 2000 Watt zu senken.
• der Verzicht auf neue AKW-Beteiligungen.

20. November: Der Beginn der Energiewende

Diese Festlegungen in der Gemeindeordnung ermöglichen es der Stadt ihre Pionierrolle im Energiebereich weiter zu verstärken. NutzniesserInnen sind nicht nur die Umwelt sondern auch der Forschungs- und Industriestandort.

Die Grünen UnternehmerInnen engagieren sich für ein breit abgestütztes «Ja» zu diesem Gegenvorschlag, über den am 20.November abgestimmt wird und laden die Vertreter der Industrie zur Zusammenarbeit ein. Die Anbieter von erneuerbaren Energieformen erbringen heute schon den Tatbeweis, dass die Energiewende machbar ist.
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